Benji’s Mixtape Hobbygangster

Benji’s Mixtape Hobbygangster

Benji kam zu meiner aufgrund der Empfehlung von Krille, für den ich vorher bereits ein Mixtape-Cover gestaltet habe. Ähnlich wie Krille hatte auch Benji eine klare Vision seines Mixtapes. Es sollte düster und ernst wirken. Darüber hinaus wollte er unbedingt wie ein zugekokster Gangster aussehen. Die Frage war eigentlich nur noch wie stellt man sowas an?

Das Foto für das Frontcover

Für das Foto verwendete ich wieder die Canon 600D und da Ich damals keine Stative oder anderes Foto Equipment hatte. Habe ich mein Billy-Regal und auch mein damaliges unbenutztes Bettgestell aus dem Keller gekramt und als Stativ für den Hintergrund genutzt. Der Hintergrund selbst war eine dunkelblaue Fleecedecke. Hat damals ’n Zehner gekostet. Also richtig low-budget.

Da wir selbst auch kein Kocks konsumierten und bis heute auch nicht konsumieren, nahmen wir stattdessen einfach eine Packung Mehl. Was definitiv preisgünstiger war. Das Mehl selbst füllten wir in einen tiefen Teller und drückten Benji’s Gesicht hinein. Ja, das war genauso witzig wie man sich das vorstellt.

Wozu eigentlich das Billy-Regal? Um das Licht auf die richtige Höhe und Strahlung zu positionieren. Da der Baustrahler, den ich zu der Zeit verwendete, ziemlich kräftig schien, drehte ich diesen kurzer Hand mit dem Lichtkegel in das Billy-Regal so wurde Benji nur noch von den Reflexionen des Strahler angestrahlt. So ist das Setup entstanden.

Die Schriftzüge des Frontcovers

In der Corporate Identity des Labels Diggah Entertainment ist sehr stark die Bodoni vertreten, weswegen sie hier für den Schriftzug „Diggah Entertainment präsentiert“ verwendet wurde. Die Typo für den Hobbygangster Schriftzug verwendeten war eher zufällig ausgewählt. Da wir ganz schnell etwas passendes finden mussten, etwas das dreckig wirkte, aber zu gleich auch leserlich war.

Die Logos auf dem Mixtape

Natürlich wollte Benji sein eigenes Logo wie auch sein Label-Logo auf das Frontcover bekommen. Und das platzierten wir auch dort wo der größte Kontrast entstanden ist.

Benji_preview

Benjis Backcover…

… hatten wir ursprünglich ganz anders geplant. Benji wollte an sich eine großen Haufen Kocks (Mehl) auf dem Bild haben. Nachdem wir das Mehl gefühlte tausendmal anders drapierten und wir überhaupt nicht zu einem Ergebnis kamen, das uns beide einigermaßen zufrieden stellte.

Also wollten wir wesentlich minimalistischer arbeiten und nur wenig Mehl und stark verteiltes Mehl verwenden. Welches aussieht wie weggeblasen. Um das zu erreichen haben wir eine leichte Spur gelegt, entlang der Strecke wie sich das Mehl verteilen soll und haben es dann um es besser zu verteilen noch ein wenig durch pusten in Form gebracht.

Die Tracklist…

… war mit Abstand der härteste Part. Denn wir haben jeden einzelnen Buchstaben und jede einzelne Zahl aus Mehl gelegt, abfotografiert, freigestellt und gesetzt. Das schlimme war dabei, dass mein Rechner immer langsamer wurde. Irgendwann so langsam, dass ich 5 Minuten warten musste um einen Buchstaben um 10px zu verschieben. Allerdings bot Adobe Photoshop schon damals eine Funktion Bilder zu verknüpfen und nicht einzubetten. Und das machte das Setzen der Buchstaben und damit der Tracklist wesentlich einfacher und vor allem schneller.

Benji_backcover_preview

Fazit

Benji’s Mixtape ist mit Abstand das aufwendigste Printprodukt, dass ich bisher gestaltet habe und auch hier weder sage ich mit Künstlern wirklich individuelle Produkte zu gestalten, macht mega Sapß und hab’s gern gemacht.